Anspannen um entspannt zu sein? – März 2021 – Teil 1

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Herzlich Willkommen zu meiner nächsten Monatschallenge beziehungsweise zum Tagebuch. Ich freu mich, dass du das wieder liest und hoffe natürlich, dass ich dir mit meinen Erkenntnissen und Aha’s vielleicht auch Lust auf diese Challenge gemacht habe, die du super-easy selber machen kannst.

Um was geht’s?

Ich mache jetzt die nächsten 31 Tage lang jeden Tag eine progressive Muskelrelaxation (angelehnt nach Jacobson). Diese dient dazu eine bessere Körperwahrnehmung zu bekommen und den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung wieder genauer zu spüren und wahrzunehmen. Das haben wir in den Zeiten der Hyperspannung leider etwas verlernt, wie sich Entspannung anfühlt.

Deswegen diese Challenge, dass sie mir dabei hilft das wieder besser wahrzunehmen. Wenn du die anderen Challenges beziehungsweise Tagebücher gelesen hast, weißt du, womit ich beginne. Genau. Mit dem Commitment. Schau dir dazu gerne die Januarchallenge an. Da habe ich das genauer beschrieben.

Mein Commitment für den März

Ich, Anne, verspreche mir im gesamten März, also 31 Tage lang, jeden Tag die progressive Muskelrelaxation durchzuführen, da ich weiß, dass es meinen Körper wohl tut und meiner Psyche umso mehr. Ich mache das, da ich es mir wert bin, ich gerne mit und an mir arbeite, um ein schöneres, zufriedeneres, glücklicheres und gesünderes Leben zu haben. Ich führe diese Challenge mit voller Leidenschaft durch und erfreue mich an jedem Tag, wenn ich die PMR geschafft habe, dass ich wieder eine „Liebeserklärung“ an mich selber gemacht habe. Das alles mache ich, da ich mich und mein Leben liebe.

Tag 1 – 1.3.21

Los geht’s mit der neuen Challenge. Ich habe schon einen kleinen Vorteil, da ich erstens weiß, was die PMR ist, da ich vor ein paar Jahren eine Ausbildung als Entspannungstherapeutin gemacht habe und die PMR in dieser Ausbildung mit dabei war. Außerdem habe ich vor drei Wochen auch schon eine Woche lang jeden Tag die PMR durchgeführt, da ich momentan einen Kurs mache, wo es um einen gesunden Umgang mit Emotionen geht. Deswegen war der erste Tag für mich nicht erleuchtend, da ich schon etwas PMR-Luft geschnuppert habe. Trotzdem hat es mir heute sehr gut getan, allerdings darf ich echt aufpassen, dass ich nicht einschlafe, da ich die PMR im Liegen durchführe. Dieser Monat wird sicher lustig. Mal schauen, wie oft ich dabei einschlafe.

Sollte das der Fall sein, werde ich auch hier liebevoll und auch rücksichtsvoll mit mir umgehen – ich bin ja schließlich auch nur ein Mensch. Alles in allem: cooler erster Tag.

Tag 2 – 2.3.21

Der zweite Tag ist auch schon geschafft und trotz, dass ich sehr müde war und mich etwas überwinden musste die PMR durchzuführen bin ich nicht eingeschlafen. Ich war kurz davor, hab es aber durchgezogen :-). Das stimmt mich echt stolz.

Kleine Schritte – kleine Erfolge und auch diese dürfen wir feiern.

Lustiger weise hat mir die PMR, obwohl ich müde war, sehr gut getan. Vielleicht auch gerade deswegen. Es macht auf jeden Fall total Spaß meinen Körper kennenzulernen und ihn ordentlich zu spüren. Das macht Lust auf mehr.

Tag 3 – 3.3.21

Heute war ich extrem müde und geschlaucht. Ich hatte wirklich mühe bei der PMR wach zu bleiben. Allerdings kann ich mir vorstellen, warum das heute so war. Ich habe mir heute sehr viel geistigen Input „angetan“.

Zu viel.

So viel, dass ich meinen Geist nicht mehr zur Ruhe kommen ließ und er sich so geschützt hat. Mit Müdigkeit. Eigentlich voll simpel. Wie oft bist du müde nach einem strengen Tag?

Das, was ich heute mehr gemacht habe als sonst, war nichts anderes, als Artikel auf dem Handy zu lesen. Kein Müll oder so, sondern Themen über Finanzen, wo ich mich auch noch gerne etwas weiterbilden will. Dennoch hat mein Kopf gesagt: „Schluss jetzt, wenn du nicht endlich aufhörst, dann zwinge ich dich eben dazu!“.

Und genau das war heute der Fall. Ist total interessant und mir noch nie so richtig aufgefallen. Allerdings ist mir das heute wie Schuppen von den Augen gefallen. Ich gelobe Besserung und mache morgen ein Experiment: auf Handy und geistigen Input fast komplett verzichten. Ich bin gespannt, wie morgen die PMR geht.

Tag 4 – 4.3.21

Meine „Befürchtungen“ haben sich tatsächlich bewahrheitet: heute habe ich so gut wie null „Handy geschaut“ und ich wurde dafür belohnt: die PMR lief super, ich fühle mich wohl und voller Energie und überhaupt nicht ausgelaugt. Dass das solche Ausmaße annehmen kann – damit hätte ich nicht gerechnet.

Was können wir alle daraus lernen?

Weniger doofes „Handy schauen“, mehr auf den Moment konzentrieren und lieber immer wieder mal bewusste Atemzüge nehmen. Das schenkt Energie, Lebensfreude, Ruhe und vor allem keinen „Matsch im Kopf“.

Das kann ich dir aus tiefsten Herzen empfehlen. Probier es mal einen Tag lang aus. Da ich diese tolle Erfahrung machen durfte und endlich mein „Aha-Erlebnis“ hatte, werde ich dieses Thema auf jeden Fall weiter verfolgen. Auch hatte ich das Gefühl, dass ich tiefer in die PMR gekommen bin. Ich bin schon viel ruhiger rein gestartet. So macht mir das Spaß.

Tag 5 – 5.3.21

Trotz, dass heute wieder ein „Fortbildungstag“ für mich war, ist die PMR recht gut gegangen. Alles in allem habe ich sechs Stunden ordentlich gelernt und somit mein Köpfchen recht anstrengen müssen. Ich habe so das Gefühl, dass schon nach fünf Tagen sich mein Körper und meine Psyche besser entspannen können durch die PMR. Zumindest habe ich das ganz starke Gefühl, dass es die PMR ist.

Da ich sie heute früher als sonst durchgeführt habe, ist sie auch richtig gut gegangen. Ich war weder müde noch sonst was, habe alles bis zu Schluss durch- und mitgemacht und habe mich danach frisch, munter und entspannt gefühlt. Was ca. 15 Minuten für einen Unterschied machen können – Wahnsinn.

Da sehen wir es mal wieder: es würde echt nicht viel brauchen um ein „entspannteres“, zufriedeneres und gesünderes Leben zu kreieren. Aber halt ein bisschen. Die Frage ist immer, was sind wir bereit dafür zu tun.

Tag 6 – 6.3.21

Heute war ein echt „lustiger“ Tag beziehungsweise Abend. Ich trinke nicht mehr viel Alkohol, allerdings hatte ich heute richtig Lust auf einen Homekinoabend mit Sekt und Chips. Das habe ich auch gemacht und richtig genossen.

Gesund leben heißt ja nicht auf alles zu verzichten, sondern das richtige Maß zu finden.

Dieses habe ich heute nicht gefunden :-). Trotzdem hat es Spaß gemacht und war auch mal wieder richtig toll. Dennoch bin ich mir selber und meinem Commitment treu geblieben und habe die PMR nach all dem Spaß trotzdem noch durchgezogen.

Was soll ich sagen…es ging so „naja“. Aber das ist für mich kein Wunder (somit können wir daraus lernen, dass Alkohol und ungesundes Essen den Kopf „Gaga“ macht), deswegen sehe ich das jetzt nicht so streng.

Was ich dir daraus mitgeben möchte: auch, wenn’s mal nicht so richtig gut läuft, wie du dir das vorgestellt hast und es trotzdem durchziehst, sei total stolz auf dich. Du hast so richtig was für dein Selbstvertrauen gemacht, da du dir selber über den Weg trauen kannst. Deswegen klopf dir auch dann auf die Schulter, wenn du das, was du dir vorgenommen hast, durchziehst, ganz egal, wie das Ergebnis aussieht. Des das Ergebnis ist meistens nicht das Entscheidende, sondern die Erfahrung, die du damit gemacht hast.

Soviel zu dem.

Tag 7 – 7.3.21

Wow schon Tag sieben erledigt. Langsam wird es wieder zu einer „kleinen“ Gewohnheit und ich groove mich richtig in diese Challenge ein. Es macht richtig Spaß meinen Körper wieder mehr zu spüren, was mir während der PMR recht gut gelingt. Im Alltag habe ich allerdings noch keine Unterschiede bemerkt. Aber das wird sicher noch kommen.

Heute ist ja noch nicht mal ein Viertel vorbei, deswegen bin ich da guter Dinge. Zusätzlich tut mir diese kleine Auszeit, die ich ja nur für mich habe, wahnsinnig gut. Das sind einfach mal 15 Minuten, die für einen selber reserviert sind. Sowas wollen wir ja immer – Zeit für uns. Nur die Meisten füllen sie mit Handy, Nachrichten und anderen Krams, der uns krank macht. Somit will ich dich sehr gerne ermutigen: gönn dir täglich 15 Minuten und mache eine PMR. Diese bringt so viel Ruhe und Zufriedenheit in dein Leben.

Tag 8 – 8.3.21

Heute ist alles ohne besondere Vorkommnisse abgelaufen. Ich musste mich weder überwinden, noch bin ich eingedöst noch sonst irgendwas. Langsam wird es zur Routine und tut mir richtig gut. Ich freue mich schon am Abend, wenn ich dann die PMR durchführen kann. Deswegen: „ruhiger“ Tag in Bezug auf neue Erkenntnisse oder Sonstiges.

Tag 9 – 9.3.21

Schon wieder ist ein „langweiliger“ Tag vergangen. Wobei ich langweilige Tage liebe. Aber langweilig in dem Sinn, dass mir keine Erleuchtung mit der PMR gekommen ist, außer, dass es mir immer wohler tut und ich richtig Spaß habe.

Generell „pushen“ mich diese Challenges. Ich glaube auch, dass das ein kleines Geheimnis ist: Challenges machen. Jeden Monat etwas Neues. So haben wir nicht im Kopf: „oh je ich muss das mein ganzen Leben lang machen“, sondern haben einen festgesetzten Rahmen, der uns ein Lichtlein am Ende des Tunnels sehen lässt.

Also nicht DAS Licht, sondern ein Ende der Challenge. Das finde ich total cool, weil so nicht gleich die Lust flöten geht, denn es sind ja meist nur 30 oder 31 Tage. Und dann war’s das. Und wenn’s gut getan hat, spricht ja nichts dagegen, diese Challenge zu wiederholen oder in diesem Jahr nochmal zu machen. Ich glaube das nimmt extrem viel Erwartungsdruck von uns weg und lässt uns nicht vor so einer riesen Herausforderung stehen.

Wenn der Berg zu hoch ist, gehen wir meistens gar nicht erst los.

Doch sehen wir nur ein kleines Stückchen ist die Chance größer, dass wir uns motivieren können den ersten Schritt zu machen. Ist doch toll oder? Also auf geht’s, morgen kommt schon Schritt beziehungsweise Tag 10 unserer PMR Challenge.

Tag 10 – 10.3.21

Tja jetzt ist es doch tatsächlich passiert: ich bin eingedöst. Keine Ahnung warum. Könnte vielleicht daran liegen, dass ich heute eine echt große Runde laufen war und auch wieder viel mentalen Input hatte. Handy, Buch und Podcast lassen grüßen. Naja eine Schwäche bracht ja Jeder :-). Nee Spaß beiseite.

Trotzdem habe ich die Hoffnung, dass mein Unterbewusstsein genug aufgenommen hat, damit es sich weiterhin verdrahten und vernetzen kann. Denn unser Gehirn ist ein wunderbares Organ: bis wir im „Kistchen“ sind (also tot), kann sich unser Gehirn neu verdrahten, neu organisieren, neues dazulernen. Das nennt man Neuroplastizität. Sensationell.

Deswegen bleib immer dabei, auch wenn du das Gefühl hast, dass gerade nichts vorwärts geht.

Das ist mir am Anfang meiner „Achtsamkeitsreise“ so gegangen. Zuerst habe ich wirklich NULL Veränderung wahrgenommen und irgendwann fällt es dir dann auf: „Hey ich war ja gerade achtsam. Voll cool!“ Das kam bei mir nicht mit einem großen Knall, sondern auf leisen Pfoten. Aber Hauptsache es kommt. Somit hake ich den heutigen PMR-„Versuch“ ab, konzentriere und fokussiere mich wieder voll auf morgen.

Außerdem bin ich mitfühlend und liebevoll mit mir und verurteile mich deswegen nicht, sonst arbeite ich gegen mein Unterbewusstsein und es entfacht ein Krieg zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, der nicht nötig ist.

Tag 11 – 11.3.21

Heute ging es wieder viel besser und ich habe mich danach wahnsinnig entspannt gefühlt. Generell habe ich das Gefühl, dass ich entspannter bin, auch, wenn ich mal etwas stressigere Situationen habe. Vielleicht „verlangsamt“ (im positiven Sinne) die PMR auch mein Leben und denken. Zumindest schafft es mir eine Pause, wofür ich sehr dankbar bin. Weiterhin macht es viel Spaß, ich muss mich weder überwinden noch habe ich mühe mich aufzuraffen die PMR durchzuziehen. Das klingt doch richtig gut, wenn es mit großen Schritten bald schon in Hälfte zwei der Challenge geht.

Tag 12 –  12.3.21

Trotz, dass ich heute viel geistigen Input (also „Lerntag“) gehabt habe, ging die PMR erstaunlich gut. Oder gerade deswegen. Das glaube ich zumindest, denn wenn du viel kognitiv arbeitest und dich wenig bewegst, braucht dein Körper einfach einen Ausgleich. So mein Gefühl heute. Wie Yin und Yang.

Deswegen war das Spiel von Anspannung und Entspannung heute für mich Gold wert.

Das ist sicherlich situationsabhängig.Somit konnte ich auch gut und erholsam schlafen. Oft ist es ja so, dass, wenn wir viel im Kopf haben, gerade, wenn wir dann zur Ruhe kommen, super viel in unserem Kopf rumschwirrt und die Gedanken einfach nicht zur Ruhe kommen wollen. Da hat mir heute die PMR gut geholfen. Somit ist auch der Kopf wieder frei für meinen nächsten Lerntag Morgen :-).

Tag 13 – 13.3.21

Interessanterweise habe ich heute mal mit knurrendem Magen die PMR durchgeführt. Das war nicht extra so, sondern hat sich einfach so ergeben, da ich sehr spät zu Mittag gegessen habe und reichlich, was mich dann bis 19 Uhr gut gesättigt hat. Da ich so spät dann aber nicht mehr essen will, weil es unseren ganzen Körper beeinflusst und meistens nicht ins Positive, habe ich mich entschieden mal zu fasten :-).

Erstaunlicherweise ging die PMR besonders gut, ich war konzentriert und fokussiert, konnte mich besser spüren. Vor allem die An- und dann den Punkt der Entspannung. Was ja bei der PRM der Kernpunkt ist. Sehr spannend. Sonst mache ich das immer nach dem Abendessen. Es hat sich aber noch nie so deutlich angefühlt. Sehr interessante Erfahrung.

Tag 14 –  14.3.21

Heute war wieder ein sehr unspektakulärer Challengetag. Ich zieh es durch, es macht Spaß und tut gut. Langsam schleift sich eine gute Routine ein, so, dass es mich keine Überwindung kostet meine Challenge durchzuziehen.

Das ist auch der goldene Punkt bei Gewohnheiten: kreiere dir so viele gute Gewohnheiten und mach viele Sachen zu einer guten Gewohnheit und dein Leben wird toll werden.

Es geht gar nicht anders. Denn das, was uns das Leben schwer macht, sind Laster, schlechtes Denken und zerstörende Gewohnheiten. Z.B. die Schoki nach dem Essen  – muss eigentlich nicht sein. Wir sind satt und trotzdem stopfen wir sie in uns rein. Eben weil es eine Gewohnheit ist. Deswegen trainiere gute Gewohnheiten und du wirst genau das Leben haben, was du dir wünschst. Ich freue mich, dass ich mit diesen Challenges auch gute Gewohnheiten in mein Leben bringe.

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