Intervallfasten und gesunde Ernährung für 30 Tage – April 2021 – Teil 2

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Nun kommen wir zum 2. Teil der Challenge, mit neuen Rezeptideen, Learnings und Aha’s. Viel Spaß dabei :-).

Tag 8 – 8.4.21

Heute war ein Tag der Gelüste. Zwar erst nach dem Mittagessen, dafür aber ganz schön heftig. Hängt vielleicht auch mit meinem Zyklus zusammen. Wir Frauen haben da sicher einen kleinen Nachteil. Allerdings bin ich natürlich standhaft geblieben. Ist ja sowieso nicht viel zu Hause, was mich anmachen würde.

Das ist sicher auch noch eine gute Vorbereitung: sorge im Vorfeld dafür, dass du nichts zu Hause hast, mit dem du sündigen könntest.

Oder versorge es im Keller. Meistens überwiegt die Faulheit, so, dass wir nicht in den Keller latschen um irgendetwas zu holen. Zumindest ist das bei mir so. Ich musste mich schon ganz schön zusammenreißen nicht unnötig zu essen heute. Mission so halbwegs erfüllt.

Mittags gab es wieder Blumenkohlreis mit Linsen-Kichererbsen-Curry. Der Vormittag läuft übrigens immer besser, klar habe ich hunger (heute sogar ziemlich hartnäckig), allerdings werde ich immer konzentrierter und klarer in meiner Birne. Das find ich schon echt toll. Nachmittags habe ich mir wieder Obst und (viel zu viele) Nüsse gegönnt.

Das Zyklusmonster hat eben zugeschlagen.

Naja zum Glück ist das nur einmal im Monat :-). Abends habe ich mir Rotkohl-Karotten-Zwiebel-Zucchini-Gemüse gemacht. Das ist mir tatsächlich etwas scharf geworden. Ich habe ja sehr gerne scharf, allerdings bin ich diesmal schon fast an meine Grenzen gekommen. Zum Glück gab es ein paar kalte Kartoffelscheiben dazu. Und wie immer: ein Tässchen Hühnerbrühe. Da mein Mund so brannte, dass es schon echt unangenehm war, gönnte ich mir noch ein paar Stückchen Ananas.

Eigentlich will ich Obst nach dem Essen vermeiden, da das unserer Verdauung nicht gut tut. Aber heute musste das einfach sein :-). Somit habe ich heute auch nicht zu viel gegessen, also Mission erfüllt, zumindest für den Abend.

Tag 9 – 9.4.21

Der heutige Tag brachte mal wieder eine kleine Änderung: ich habe eine Fortbildung und muss mich dadurch natürlich viel mehr kognitiv anstrengen, als wenn ich einen normalen Tage habe. Und ich habe es gespürt. Natürlich hatte ich am Vormittag Hunger und um ca. 10 Uhr herum wurde ich so müde, dass ich kaum noch die Augen offen halten konnte.

Schon klar, denn denken verbraucht ordentlich Energie und vor der Fortbildung habe ich mich schon körperlich betätigt: Qi Gong 30 Minuten lang, einkaufen, putzen.

Das waren die doch körperlichen Anstrengungen bevor der Kurs überhaupt gestartet ist. Somit habe ich meine Speicher schon mal etwas gelehrt. Das „Unkonzentrierte“ ging dann aber nach ca. einer Stunde wieder weg. Ich denke mal, dass mein Körper dann gemerkt hat: hey es gibt nichts, geh mal an deine Fettreserven ran und schaff Energie her :-). Das nehme ich doch sehr gerne so mit. Nach dem Mittstück ging es super gut mit der Konzentration bis zum Abend.

Sehr spannend zu fühlen, wie der Körper sich dann stabilisiert, vorausgesetzt man isst keinen Müll.

Und das versuche ich so gut wie möglich zu vermeiden. Zum Mittstück gab es wie immer meinen Brei, dazu (heute ordentlich viel) Gemüse, etwas Obst und Kaffee. Herrlich wie das Essen wieder schmeckt und wohltuend ist, wenn man doch eine Zeit lang nichts zu sich genommen hat und endlich wieder mal Hunger verspürt.

Am Nachmittag gab es ein halbes Äpfelchen mit ein paar Nüssen und am Abend habe ich mal was Neues ausprobiert: Ofenzucchini. Sensationell lecker. Ich habe das sonst immer mit Auberginen gemacht, allerdings gab es heute Morgen keine zum Kaufen, also habe ich spontan mein Essen einfach umgestaltet. Und das hat sich mal so richtig gelohnt. Dazu gab es Süßkartoffelpüree und noch einen Feldsalat mit ordentlich vielen Brokkoli- und Radischensprossen drinnen.

Super satt und voll zufrieden bin ich in den Abend gestartet. Es war allerdings wieder einen Ticken zu viel an Essen. Ich darf lernen, einfach auch weniger zuzubereiten. Denn meine Eltern sagen immer: „wenn’s alle ist, dann hört’s auf“. Wie recht sie haben. Wenn noch was da ist, essen wir gerne noch auf, obwohl wir schon satt sind und damit fängt das Dilemma an. Zum Mittstück geht das immer recht gut. Da überfresse ich mich eigentlich nicht. Nur abends werde ich irgendwie schwach (klar die Willenskraft ist eben auch nur wie ein Muskel, der müde wird). Naja. Ich werde das weiter beobachten und meine Mission weitermachen :-).

Tag 10 – 10.4.21

Auch heute hatte ich wieder einen Fortbildungstag. Diesen habe ich besser „verkraftet“ als gestern. Wer weiß warum. Ich war vor der Fortbildung schon relativ aktiv und produktiv: Qi Gong am Morgen, gelesen, geschrieben und auch ein Krafttraining habe ich gemacht. Wahnsinn – auch, wenn ich mich wiederhole – was für ein Zeitgewinn entsteht, wenn man eine Mahlzeit weglässt. Und zusätzlich reinigt es den Körper und verschafft ihm eine wohlverdiente Pause. Genialer geht es ja fast nicht.

Hunger habe ich natürlich, allerdings konnte ich mich heute etwas besser konzentrieren. Immerhin. Manchmal habe ich das Bedürfnis einen Tee zu trinken (so gegen 10 Uhr oder 11 Uhr). Im Sinne vom Intervallfasten wäre das egal (solang es ein ungesüßter Kräutertee ist), allerdings schaue ich ja auch noch zusätzlich auf meinen zirkadianen Rhythmus. Da ist das leider tabu. Natürlich bin ich da super streng.

Wenn ich das schon mache, dann aber richtig.

Denn sobald etwas anderes in meinen Körper kommt als Wasser, fängt dieser schon an mit der ganzen Verdauungsmaschenerie. Was ihn wieder „belastet“ und ihm nicht die nötige Ruhe zur Regeneration verschafft. Tja manchmal dürfen wir „Opfer“ bringen. Das tue ich zum Wohle meines Körpers und es ist mir das absolut wert.

Ich kann dir sagen, dass ich mein Mittstück sowas von schätzen und lieben gelernt habe. Mit Genuss essen – das war für mich schon lange nicht mehr so. Ich habe „reingeschaufelt“, was das Zeug hält – durch diese Fastenzeit am Morgen und dieses Fastenbrechen am Mittag habe ich Essen echt wieder schätzen gelernt. 

Das ist echt sensationell cool, wenn ich wieder richtig mit Freude, Lust und Hunger essen kann. Ich glaube dieses Gefühl haben schon viele unter uns verloren. Deswegen überlege dir das mal, ob du das auch mal ausprobieren möchtest. Go for it!

Heute war ich so zufrieden, dass ich nachmittags nicht mal Obst und Nüsse gebraucht habe. Auch gut. Wieder etwas weniger Belastung für meinen Körper. Am Abend gönnte ich mir wieder einmal Fleisch: Masala gewürzte Rinderstreifen mit einem riesen Rucola-Gurken-Tomaten-Salat und dem bisschen Süßkartoffelpüree von gestern. Super lecker. Es muss nicht viel Fleisch sein, aber ab und zu esse ich das schon gerne. Natürlich nur vom Biobauernhof im Direktvertrieb. So haben alle was davon und ich muss diese Industriegiganten nicht unterstützen. Das ist mir auch ganz recht. Am Abend habe ich mir noch einen kleinen Kinoabend gegönnt. Natürlich auch wieder ein kleines Schüsselchen Popcorn (aus dem Topf) und ein Teechen dazu. Man gönnt sich ja sonst nichts :-).

Tag 11 – 11.4.21

Schon wieder ein Tag rum. Wenn die Challenge mal läuft, dann läuft sie :-). Der Vormittag war ganz OK, natürlich hatte ich Hunger, allerdings bin ich standhaft geblieben. Vor dem Fortbildungstag habe ich mich auch noch etwas bewegt, zuerst 30 Minuten Qi Gong und danach ca. 1,5 Stunden zügiges gehen. Das tut echt gut.

Vor allem am Morgen, wenn die Luft noch frisch und klar ist.

Probier das wirklich auch mal aus: vor dem Frühstück eine Runde laufen gehen. Am besten, wenn die Welt noch „schläft“. Also nicht erst um 10.00 Uhr am Morgen. Früher am Mogen herrscht eine ganz friedliche Stimmung. Diese kannst du super in dich aufnehmen und für den Tag „benutzen“. Ich liebe das am Wochenende.

Außerdem ist nichts so gut für unser Blutbild und Immunsystem, wie ein Aufenthalt in der Natur.

Und da wir an der frischen Luft auch mal richtig durchatmen können, tun wir auch gleich noch was für unsere Lungen und unseren Säure-Basen-Haushalt. Dieser wird nämlich zum größten Teil durch das Atmen reguliert. Um genau zu sein zu 80%. Deswegen überlege dir gut, ob du dir die teuren Basenpülverchen überhaupt kaufen musst (vor allem ganz schlecht für deinen Magen – also echt Achtung davor!) oder du dir das Geld echt sparen kannst indem du raus an die frische Luft gehst und einfach tief atmest.

Zusätzlich noch etwas basische Ernährung und es ist eine Wohltat für deinen Körper.

So einfach würde das gehen. Und zusätzlich noch eine Menge Kohle gespart, die du dann für tolle Sachen, die dir echt Freude bereiten, ausgeben kannst. Vielleicht mit einer kleinen Aufmerksamkeit für deine Liebsten, wenn sie es mal nicht erwarten. Ein altes Sprichwort besagt ja: geben ist seliger, als nehmen.

Das trifft auch auf unser Hormonsystem zu. Wenn du jemanden beschenkst schüttest du mehr Glücks- und Kuschelhormone aus, als wenn du beschenkt wirst. Das regt echt mal zum Nachdenken an.

Zum Mittstück war ich heute sehr großzügig mit mir. Das heißt nichts anderes, als dass ich eine echt große Portion hatte. Super lecker – wie auch die letzten Tage. Das gleiche Essen, das gleiche (tolle) Gefühl. Bis zum Abend war ich super gesättigt, dass ich auch keine Lust auf Obst oder Nüsse zwischen drinnen hatte. Auch gut, wieder Kalorien gespart :-). Zum Abend verwöhnte ich mich mit Ofenkartoffel, Ofenzwiebel und etwas Knoblauch, dazu noch den letzten Rest der Hühnerbrühe und ein bisschen Rohkostgemüse. Super lecker und super zufrieden kann ich den heutigen Tag abschließen.

Tag 12 – 12.4.21

Snacktag – so könnte ich den Tag heute bezeichnen. Bis zum Mittagessen ging alles wieder wunderbar, mein Körper hat sich schon vollkommen umgestellt. Nach nicht mal zwei Wochen. Schon verrückt, wie schnell und gut unser Körper anpassungsfähig ist.

Allerdings ist die Einstellung dazu entscheidend! Wenn du denkst „warum mache ich den Blödsinn überhaupt“, dann lass es besser gleich bleiben. Das verschwendet deine kostbare Lebenszeit und deine Nerven. Das gilt aber auch für alles im Leben.

Das ist mal ein wichtiger Gedanke um darüber nachzudenken. Wo habe ich Sinnlosigkeit in meinem Leben? Nimm dir ruhig einmal ein Blatt zur Hand und ein paar ruhige Minuten. Dann beantworte die Frage. Schamlos ehrlich. Und dann schreibe auf: „was kann ich jetzt tun, damit ich wieder Sinn in diesen Bereich bekomme?“. Das wirkt echt Wunder.

So ist es eben auch mit dem Essen. So genug abgeschweift, zurück zu meinem Tag. Zum Mittag gab es Reis mit Spinat und Fisch. Super lecker. Am Nachmittag ein bisschen Obst und Nüsse. Heute habe ich so einen „ich könnte die ganze Zeit essen Tag“. Somit fanden noch ein paar mehr Nüsse Platz in meinen Mund und beim Abendessen herrichten wanderte auch das ein oder andere noch mit dazu. Sehr unnötig. Vielleicht hat es mein Körper gebraucht. Das nehme ich jetzt einfach mal an.

Zum Abend gab es Rucolasalat mit Sprossen, Kernen, Tomaten und Karotten. Dressing ist nachwievor nur Essig, Gewürze und Wasser. Öl beziehungsweise Fett ist total unnötig. Das sind nur zusätzliche Kalorien, die kein Mensch braucht. Wenn du jetzt sagst, dass wir Fett brauchen, um die Vitamine aus dem Gemüse verwerten zu können, kann ich dir sagen: ja du hast recht. Das mache ich mit der Ursprungsform vom Öl, die weitaus gesünder ist: Kerne. Egal ob Sonnenblumen, Hanf, Kürbis usw. Alles was dein Herz begehrt. Das ist mehr als genug. Und du hast auch noch andere gute Inhaltsstoffe mit dabei, die du im Öl nicht mehr hast. Dazu gab es noch schwarze Bohnen. So richtig zum sättigen. Das haben sie gut gemacht :-). Voll und gerade noch nicht überfressen bin ich völlig zufrieden.

Tag 13 – 13.4.21

Es geht schon Richtung Mitte. Wahnsinn. Die Zeit verfliegt richtig. Nun habe ich das Gefühl, dass ich in der neuen Challenge gut angekommen bin. Das Fasten am Morgen ist mittlerweile schon zur Routine geworden. Sowieso ist es kein Problem, wenn ich am Arbeiten bin, da ist das Wochenende schon etwas schwieriger. Aber auch das geht immer besser.

Alles eine Einstellungssache.

Vermutlich werde ich dieses Kurzzeitfasten auch weiterhin machen. Mal schauen. Es tut mir wirklich sehr gut. Heute war wieder sehr unspektakulär, am Mittag gab es Gemüse-Linsensuppe (ja in dieser Reihenfolge :-)). Sehr lecker und ordentlich scharf. Da die Temperaturen etwas abgekühlt haben ist das eh ganz ok. Am Nachmittag – wie immer Obst und Nüsse – obwohl es gar nicht nötig wäre.

Aber es schmeckt halt so gut :-). Und ich gönne mir das. Wenn ich das jetzt versuche mit aller Gewalt zu unterbinden bringt es sowieso nichts. 

Irgendwann kommt der Tag an dem ich das nicht mehr brauche. Am Abend gab es einen grünen Salat mit ein bisschen Paprika, Gurke und Karotte. Vom Sonntag ist noch etwas Reis übrig geblieben, den habe ich mir warm gemacht und mit ein paar schwarzen Bohnen aufgepeppt, gut gewürzt und rein in den Mund damit :-). So lässt es sich am Abend ordentlich schlemmen.

Tag 14 – 14.4.21

Auch zu heute gibt es nicht viel zum erzählen. Bis zum Mittag läuft alles wirklich gut, ich freue mich immer schon richtig auf das Essen. Das wird mir immer bewusster. Das finde ich echt gut, weil wir oftmals nur noch reinstopfen, ohne das Essen richtig zu „würdigen“.

Das ist ein großer Fehler, denn das Essen tut uns nachweislich wohler und bringt uns mehr, wenn wir mit Bewusstheit und Achtsamkeit essen. Vor allem finde ich die Dankbarkeit für das Essen sehr wichtig. Ich habe es mir angewöhnt, dass ich dem Essen, wenn es vor mir auf dem Tisch steht, danke. Wie ein kleines Gebet.

Das tut mir wirklich gut und ich sehe unser üppiges Nahrungsangebot nicht als selbstverständlich. Da dürften wir alle mal etwas Demut zeigen.

Tut nicht nur unserer Gesundheit und Figur gut, sondern auch unserem überhitzten Ego. Aber zum Essen: am Mittag gab es wieder Reis, Fisch und Spinat. So einfach – aber soooo lecker. Nachmittags wieder standartmäßig etwas Obst und Nüsse und am Abend gab es wieder einen großen grünen Salat mit Kernen und Sprossen, dazu noch den Rest schwarze Bohnen und noch einen kalten Kartoffel für den Appetit dazu. Das war’s für heute schon.

Tag 15 – 15.4.21

Hälfte der Challenge geschafft – heißt Waagetag :-). Ich bin echt super überrascht und voll erfreut. Nun habe ich 69,6 KG, 1,5 KG weniger, als noch vor 15 Tagen. Ohne Hungern, ohne Mühe, mit Sattessen. Einfach genial. So eine Reinigung mehrmals im Jahr tut schon echt gut. Das werde ich auf jeden Fall wieder machen. Vor allem, wenn ich so mein Gewicht doch immer etwas regulieren kann.

Du weißt es ja selber, wie schnell ein, zwei, drei Kilo irgendwie wieder an dir kleben. Und die sind dann echt hartnäckig und blöderweise gesellen sich dann immer mehr kleine Kilomonster dazu.

Deswegen immer wieder mal dem Körper die nötige Ruhe und „Entgiftung“ schenken, damit dieser uns wieder ein tolles Leben schenken kann. Fairer Tausch würde ich sagen. Alles in allem geht es mir sehr gut, langsam liebe ich diese Zeit, wo ich nichts esse.

Ich freue mich immer auf das Essen und schätze es viel mehr.

Würde uns allen wieder gut tun, das Essen zu schätzen. Mit den Gelüsten geht es prima. Hunger habe ich vormittags nachwievor, allerdings glaube ich, dass das nie weggehen wird. Aber das ist völlig in Ordnung für mich, da ich ja weiß, wann ich wieder was zwischen die Zähne bekomme. Zum Mittag gab es wieder Gemüse-Linsensuppe, nachmittags Obst und Nüsse und am Abend musste ich echt die letzten Reste aus meinem Kühlschrank „rauskratzen“: Gurke, Paprika und Karotten. Dazu noch etwas Kartoffelsalat und ein Linsen-Brokkolisprossen-Salat. Nun ist der Kühlschrank fast leer. Der schaut echt traurig aus. Allerdings wird er morgen wieder ordentlich gefüllt.

Tag 16 – 16.4.21

Und schon wieder ein Tag vorbei. Mensch das geht rasend schnell. Dieses Wochenende habe ich wieder Kurs, weswegen ich etwas abgelenkt bin bezüglich Mittstück. Da verschwende ich nicht so viele Gedanken daran, als wenn ich „nichts“ zu tun habe. Die Konzentration fällt mir immer leichter.

Der Körper muss sich halt erst mal an die neuen Umstände gewöhnen. Deswegen dürfen wir ihn auch Zeit lassen.

Nun ist das aber überhaupt kein Problem mehr für mich. Hunger habe ich natürlich trotzdem und ich freue mich immer sehr auf das Essen. Am Wochenende noch mehr, da es da meinen leckeren Brei und gedünstetes Gemüse gibt. Und ein Tässchen Kaffee gönne ich mir auch noch. Das ist purer Genuss für mich.

Ich merke immer mehr, wie sehr ich das Essen schätzen und genießen kann und Essen macht mir immer mehr Spaß. Somit schaffe ich es wieder ein gutes Verhältnis zum Essen zu bekommen. Das war vorher sicherlich echt gestört.

Wie oft essen wir als Ersatzbefriedigung. Um eventuelle schwierige Emotionen nicht spüren zu „müssen“. Da bekommt der Kummerspeck eine ganz neue Bedeutung :-).

Aber ich glaube schon, dass es noch etwas Zeit brauchen wird, bis ich ein normales Verhältnis zum Essen bekomme. War ja jetzt Jahrzehntelang anders. Und Veränderung passiert eben nicht über Nacht. Das ist auch völlig in Ordnung so, da wir mit unseren Herausforderungen wachsen und gedeihen können. So macht das Leben Sinn und Spaß. Nachmittags gab es nur einen Tee und abends dann Ofenzucchini (ich habe die das letzte Mal so genial gefunden, ich musste sie dieses Wochenende einfach nochmal machen) mit Pilzen und Kichererbsen. Super lecker und voll sättigend. Mega zufrieden kann ich ins Bett gehen, mit dem Wissen, dass ich meinem Körper wieder was Gutes getan habe. Das macht wahre Freude.

Tag 17 – 17.4.21

Langsam merke ich, dass ich weniger zum Essen „brauche“. Ich habe ja bereits mal geschrieben, dass wir sowieso nur 20% von dem, was wir essen, wirklich für den Körper brauchen. Das andere ist alles Ersatz. Nun merke ich, dass ich weniger Ersatz brauche. Keine Ahnung warum. Vielleicht wird auch einfach mein Magen kleiner :-). Das Völlegefühl kommt viel schneller und ich kann immer besser aufhören, wenn es genug ist.

Gelingt mir nicht immer, aber immer öfter. Ich arbeite daran. Denn nur so viel zu essen, wie es der Körper braucht, belastet ihn nicht und sorgt für eine schöne Figur. Und das ohne Anstrengung. Es läuft würde ich sagen. Mittstück war wie immer. Allerdings habe ich davor Krafttraining gemacht. Sensationell wie das gelaufen ist. Es macht mir gar nichts mehr aus am Morgen ohne Frühstück zu trainieren. Ich denke, dass das auch wieder eine Einstellungssache ist. Genauso wie Gewöhnung.

Heute habe ich richtig Gas gegeben und ich konnte recht viel Gewicht nehmen. Nun bin ich gespannt, wie es morgen mit dem Muskelkater ausschaut :-). Durch die vermehrte Ausschüttung vom Wachstumshormon HGH sollte die Reparatur eigentlich recht gut funktionieren. Das Fasten fördert eben die Ausschüttung des Hormons. Je länger die Essenspause, desto mehr kommt der Körper in den Genuss dieses tollen Hormons. Ganz ohne irgendwelche ungesunden Zusätze. So einfach und gesund kann das sein.

Nachmittags gönnte ich mir einen Tee. Obwohl ich gestern gelernt habe, dass das eben auch eine Zwischenmahlzeit ist. Das darf ich noch etwas überdenken. Genauso wie unter der Woche mein Obst und meine Nüsse. Die werde ich wohl nicht mehr anrühren. Mal schauen. Am Abend gönnte ich mir einen Miniburger mit selbstgemachten Brötchen, Tafelspitz, Senf, Essiggürkchen und Oliven. Dazu gab es einen rieeeesen großen grünen Salat. Sehr lecker. Allerdings war das so wenig Fleisch, dass ich es auf dem Brötchen echt suchen musste :-). Aber egal. Geschmeckt hat’s trotzdem.

Tag 18 – 18.4.21

Der letzte Fortbildungstag – zumindest für dieses Wochenende. Essentechnisch ist alles wieder gut gelaufen. Apropos laufen – da habe ich heute Morgen, vor der Fortbildung, wieder eine riesen Runde gemacht. Das ist wunderbar gegangen. Mein Körper gewöhnt sich langsam daran. 

Ich finde, dass die Anpassung super schnell von statten geht. Gerade einmal 18 Tage und es fühlt sich völlig normal für mich an. 

Das finde ich echt super. Und ich werde das Intervallfasten auf jeden Fall weiterführen. So schnell bringst du eine sinnvolle und gesunde Routine in dein Leben. Und ich habe schon mal gesagt: willst du gesund, glücklich und zufrieden werden brauchst du gute und gesunde Routinen und Gewohnheiten. Alles andere ist Bullshit. Es geht leider nur darüber. Deswegen finde ich die Challenges so toll, da ich mir das verspreche diese einen gewissen Zeitraum durchzuführen und somit steigt die Chance, dass daraus eine gute und gesunde Gewohnheit entsteht. Perfekt und mega einfach.

So einfach könnte das Leben sein. Und ist es auch. Probier es unbedingt aus.

Das Mittstück hat wieder richtig gut gemundet, allerdings habe ich das Obst heute vor dem eigentlichen Essen gegessen, da die Pause der Fortbildung komisch gelegt war. Ich bin gespannt, wie das mein Körper verträgt, denn eigentlich ist es sowieso gut, wenn Obst mindestens 20 Minuten vor dem eigentlichen Essen genossen wird. So gut gekaut, dass es zu Saft im Mund wird. Das habe ich gemacht. Wenn wir das nicht machen, kann es sein, dass es im Magen zu Gärprozessen kommt und somit zur Pupserei. Mal schauen :-). Ich bin jedenfalls gespannt, ob das wirklich so ist. Auf jeden Fall habe ich schon mal für meine nächste Essenchallenge im Juli trainiert.

Sonst hat es immer das Gleiche gegeben: Brei, gedünstetes Gemüse und ein Tässchen Kaffee. So lecker. Dann habe ich noch etwas vorgekocht für die Woche (ja ich weiß – nicht ganz so optimal, allerdings immer noch besser als ein Brötchen zu essen) und da wanderte der ein oder andere Löffel zum probieren in meinen Mund. 

Auch nicht optimal, da alles (auch Tee oder sogar Kaugummi), was wir zwischen den Mahlzeiten zu uns nehmen unser System schon wieder hochfahren. Und eigentlich würde es nach dem Essen eine verdiente Pause von mindestens vier Stunden brauchen.

Somit habe ich das heute nicht eingehalten. Naja was soll’s. Unter der Woche nehme ich mir auf jeden Fall vor keine Zwischenmahlzeiten mehr zu konsumieren. Am Abend gab es ein bisschen Resteverwertung: Hirse mit Gulaschsoße, Kartoffel mit Bärlauchpesto und einen leckeren Rucolasalat mit Radischen- und Brokkolisprossen. Interessantes Abendessen :-). Aber lecker war’s.

Tag 19 – 19.4.21

Ein weiterer Tag geht ins Lande. Und wieder ist alles recht gut verlaufen, außer dem Vorsatz bezüglich „Nachmittagssnack“. Tatsächlich habe ich es nicht geschafft heute ohne Zwischenmahlzeit durchzuhalten. Das stimmt mich etwas traurig und zeigt mir wieder mal, wie groß die Macht von Gewohnheiten ist.

Denn eigentlich brauche ich den Snack ja nicht. Dennoch ist es einfach lecker und eine Gewohnheit. Wie, wenn jemand zum Glimmstängel greift. Allerdings habe ich wenigstens zwei Stunden durchgehalten. Nach dem Arbeiten habe ich mich sofort hingesetzt und gelernt – ohne Obst und Nüsse. Dann kam das kleine Tief und schupp di wupp habe ich mich Obst und Nüsse essen gesehen.

Naja, sowas passiert eben. Ich gehe nun wieder eine Stufe runter und fange mit dem Wochenende an. Ohne Zwischenmahlzeit. Am Wochenende fällt es mir definitiv leichter und dann werde ich das Tag für Tag ausdehnen.

Schön langsam, denn die Lebensqualität steht schon noch an erster Stelle.

Das nehme ich mir für die restliche Zeit der Challenge vor. Vormittags ohne Essen ist echt toll, ich fühle mich wirklich sehr wohl damit. Am Mittag verwöhnte ich mich wieder mal mit Fleisch. Um genau zu sein 3 Stücken Rehgulasch. Mehr ist nicht drin, denn ich musste mehrere Portionen mit dem bisschen Fleisch kochen. Allerdings reicht das eigentlich vollkommen aus. Und es hat echt gut gemundet. Dazu gab es ein Stangensellerie-Zucchini-Paprikagemüse. Super lecker. Und ganz viel Gulaschsoße :-). Ist bei mir nichts anderes als Gewürze und pürierte Zwiebeln. Trotzdem voll lecker.

Nachmittags gab es dann, wie du oben schon gelesen hast, meinen kleinen Schwächezwischenfall und am Abend habe ich eine riesen Schüssel Salat mit Mungbohnen und Sprossen genossen. Dazu noch ein Tässchen Rinderbrühe und die Anne ist glücklich. So schnell und einfach kann das gehen.

Wow auch hier war wieder viel wertvollen drinnen – ich hoffe du kannst ein bisschen Know How mitnehmen und in deinen Alltag integrieren. Denn denk daran: Gute Gewohnheiten schaffen ein gutes Leben. Nun geht es noch weiter zum 3. Teil. Der Endspurt sozusagen. Viel Spaß und viele Aha’s wünsche ich dir :-).

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