Sei dein eigener Coach! – Warum du deinen Lebenssäulentempel kennen und zeichnen solltest

Blog_Psyche13

Auf welchen Säulen baust du dein Leben auf?

Du hast dir darüber noch nie Gedanken gemacht?

Na dann wird es Zeit! Es gibt keine Vorlage, kein Baumaterial, was du verwenden musst. Wichtig ist, dass du einfach anfängst. Dein Lebenssäulentempel sollte möglichst stabil sein, damit dich nichts so schnell aus der Bahn werfen kann.

Wie sieht ein stabiler Tempel aus?

Genau – viele Säulen. Dabei ist es egal, ob diese dünn, dick oder sonst was sind. Hauptsache sie tragen dein Dach.

Nun aber zur Praxis:

Nimm dir ein Blatt Papier und zeichne deinen ganz persönlichen Lebenstempel. Das kannst du für dein persönliches Leben machen, aber auch für die Familie, deine Arbeit, dein Unternehmen (dann wird oftmals klar, warum was nicht funktioniert – also das ist eine sehr kraftvolle Übung). Zeichne dein Fundament, nach deinen Geschmack, dann die Säulen, dann das Dach.

Die Säulen haben vielleicht verschiedene Dicken und das ist völlig in Ordnung so, denn es braucht alle Säulen, damit diese das Dach tragen können. Nun geht’s ans Eingemachte: benenne die Säulen so genau wie möglich. Mache keine Pauschalsäulen wie Familie oder Arbeit, sondern nenne wirklich die Mitglieder der Familie oder die einzelnen Dinge bei der Arbeit (oder auch deine Kollegen). Du kannst auch den Partner oder die Partnerin reinschreiben oder auch dein Haustier.

Lass dir bei dieser Sammlung unbedingt Zeit, denn wenn du das mit Ruhe machst, siehst du erst mal, wie viel Fülle dein Leben hat.

Wahnsinn oder? Das solltest du auch nicht alles an einem Tag machen. Häng dir deinen Tempel irgendwo auf, damit du immer wieder ergänzen kannst.

Dann geht’s weiter zum Dach:

Was hält deine Säulen zusammen?

Was ist dir wichtig, was sie zusammenhalten soll?

Was darf die Welt sehen?

Danach geht es darum, die Säulen in Tun (Schaffenswerte) und Erleben (Erlebniswerte) und das Dach in Haltung einzuteilen. Einen Artikel zu den Werten findest du hier.

Ein Beispiel: Wenn du gerne mit deiner Mama Kaffee trinkst, dann gehört das in die Kategorie Tun. Dann könntest du dich noch fragen, was du dabei erlebst oder fühlst: Vertrautheit, Zuwendung, Freude. Das wären dann Erlebniswerte.

Wie es im Leben so ist, kann auch mal eine Säule wegbrechen. Du hast es zwar knacken gehört, konntest sie aber nicht mehr rechtzeitig sanieren. Wenn die anderen Säulen stabil sind, ist das kein Problem. Dann wird der Blaumann angezogen und die Säule repariert :-).  Du kannst dir aber Gedanken darüber machen, was diese Säule getragen und genährt hat. Warum ist sie eingebrochen? Darüber zu reflektieren, kann total heilsam sein.

Es ist super spannend, dieses Modell mit einem Familienmitglied oder guten Freund zu besprechen, da dir durch das Reden nochmal viel bewusst wird. Oft kann dir dann klar werden, dass du für ein Leben in Fülle und guten Erlebnissen hast, was dann wieder Balsam für deine Haltung (Zufriedenheit, Dankbarkeit usw.) ist. Und bekanntlich macht Zufriedenheit und Dankbarkeit glücklich. Also probier‘s aus, es wird die Sicht auf manche Dinge in deinem Leben verändern.

(Da das ein großes Projekt ist, an dem du eh mehrere Tage arbeiten solltest, gib es diesmal keine Checkliste. Dein Tempel ist dann schlussendlich deine Checkliste.)

Falls du Fragen dazu hast – bitte melde dich gerne!

Von Herzen
Deine Anne

Schreibe einen Kommentar